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Verdi & Nabucco
Va', pensiero

Melodie - Melodie -


Es war tatsächlich einer Laune des Schicksals zuzufügen, daß einer der größten Komponisten Italiens bei seiner Geburt als Franzose registriert wurde, und zwar unter dem Namen Joseph Fortunin. Im seinem Geburtsjahr 1813 gehörte ein großer Teil Mittelitaliens - dank den Wechselfällen der Napoleonischen Politik - zum französischen Staatsgebiet. Von klein auf war er ein sehr musikhungriger junger Mann, der vorerst auf dem Spinett, das ihm sein Vater gekauft hat, seine ersten musikalischen "Gehversuche" absolvierte.

Seine ersten Opern "Oberto", 1839, und "Einen Tag lang König" brachten ihm keinen Erfolg. Erst zwei Jahre nach den schlimmen Schicksalsschlägen, als ihm in ganz kurzer Zeit sowohl seine junge Frau wie auch seine beide Kinder starben, schrieb Verdi weiter, und 1842 wurde seine große Oper Nabucco in Mailand uraufgeführt und machte ihn schlagartig im ganzen Land bekannt. Der Text, der das Schicksal der Juden während der babylonischen Gefangenschaft behandelt, kam in seiner Grundhaltung Verdis patriotischem Empfinden sehr entgegen.

Damals war ein Großteil Italiens unter Österreichischer Herrschaft, was dem glühenden Patrioten Verdi gar nicht passte. Er, der so sehr die Einigung Italiens und die Befreiung von den Österreichern wünschte.

Da bekam er per Zufall das Libretto für eine Oper in die Hand, die eigentlich von Otto Nikolai hätte vertont werden sollen, jedoch von diesem abgelehnt worden war. Verdi nahm dieses Textbuch von Themistocle Solera mit, stellte fest, daß dies genau nach seinem Gusto war, setzte sich hin und schrieb in Zeit von einigen Monaten die ganze Oper Nabucodonosor, kurz als "Nabucco" bekannt.

Die stärkste Wirkung erzielte er mit dem Chor: "Steig, Gedanken auf goldenen Schwingen", der von ganz Italien als Hymne an die Freiheit verstanden wurde. Von Österreich allerdings mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde.

Melodie und Rhythmus rissen die Menschen zu spontaner Begeisterung hin.

Dieser Gefangenenchor ist auch heute noch einer der beliebtesten Opernchöre und heißt in deutscher Sprache: "Teure Heimat, wann seh' ich dich wieder". Wird auch heute noch auf allen berühmten Opernbühnen gespielt und begeistert das Publikum heute noch genau so wie damals in der Mailänder Scala.


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