Wenn man jung und ledig ist, Und wohnt bei fremden Leuten. Das hat, das weiß ich ganz genau, Auch seine Schattenseiten. Ich selbst hab es ja durchgemacht, Als ich noch Junggeselle. Da kam oft spät ich in der Nacht nach Hause Aus der "Guelle" und sonderbar, es war kurios Nie stand ein Schuh zurecht, Stets ging erst mal ein Gesuche los. Auch nach dem Stiefelknecht. Die waren nie zu finden, Die lagen einmal unterm Schrank Und dazu noch ganz hinten, Mal unterm Sofa, unterm Bett, Mal waren sie ganz verschwunden. Ich kroch auf allen Vieren herum, Und sucht oft halbe Stunde Doch jetzt seit ich verheiratet bin, Und's Frauchen ist zu Hause Da herrscht die größte Ordnung Drin in stillem Hause. Komm ich nach Hause spät in der Nacht, Ich sage ungelogen, Kaum hab ich die Tür zugemacht. Schon kommt ein Schuh geflogen, Dann folgt auch gleich der Stiefelknecht Der andere Schuh dahinter, Das pfeift mir um den Kopf nicht schlecht Jetzt geht es viel geschwinder Ja ja, nun denk ich oft zurück der Zeiten. |