1. Was klinget und singet die Straße herauf? ihr Jungfern, machet die Fenster auf! Es ziehet der Bursch in die Weite, sie geben ihm das Geleite. 2. Wohl jauchzen die Andern und schwingen die Hüt', viel Bänder darauf und viel edl Blüt', doch dem Burschen gefällt nicht die Sitte, geht still und bleich in der Mitte. 3. Wohl klingen die Kannen, wohl funkelt der Wein: "Trinkt aus und trinkt wieder, lieb Brüder mein!" "Mit dem Abschiedsweine nur fliehet, der darinnen mir brennet und glühet!" 4. Und draußen am allerletzten Haus', da gucket ein Mägdlein zum Fenster heraus, sie möcht' ihre Tränen verdecken mit Gelbveilchen und Rosenstöcken. |
5. Und draußen am allerletzten Hans da schlägt der Bursche die Augen auf und schlägt sie nieder mit Schmerze und leget die Hand auf's Herze. 6. "Herr Bruder, und hast du noch keinen Strauß, dort winken und wachsen viel Blumen heraus. Wohlauf, du Schönste von allen, laß ein Sträußlein herunterfallen!" 7. "Ihr Brüder, was soll das Sträußlein mir? Ich hab' ja kein liebes Liebchen wie ihr; an der Sonne würd' es vergehen, der Wind, der würd' es verwehen." 8. Und weiter, ja weiter mit Sang und Klang! Und das Mädchen lauschet und horchet noch lang: "O weh! er ziehet, der Knabe, den still ich geliebet habe." |
9. Da steh' ich, ach, mit der Liebe mein, mit Rosen und mit Gelbveigelein: dem alles ich gäbe so gerne, der ist nun in der Ferne." |
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