War einst ein kleiner Finkenhahn, Im Wonnemonat Mai, Der saß auf einem Lindenbaum Und sang ein Lied dabei. Und nebenan, im Holderstrauch, Da piepst' 'ne kleine Sie; Und ganz begeistert hört' er auf Die schöne Melodie. Da rief der kleine Finkenhahn: "Tütelü tütü! Feinsliebchen, komm' zu mir heran tütelü tütü!" Da piepst' sie: "Laß die Flirterei tütelü tütü! |: In meinem Strauch ist Platz für Zwei tütelü tütü! :| 2. Da flog der kleine Finkenhahn Hinüber zu der Sie. Sie schnäbelten drei Tage lang, In sel'ger Harmonie. Im Anfang war er sehr verliebt Er wurde nimmer müd'; Doch schließlich merkte er: sie pfiff Ihm immer nur dasselbe Lied. |
Da sprach der kleine Finkenhahn: "Tütelü tütü! Ich flieg' mal 'n bißchen nebenan tütelü tütü." Da piepst' sie: "Laß mich nicht allein tütelü tütü! |: Ich bau' ein Nest - du ziehst mit ein tütelü tütü! :| 3. Und, wie gesagt, so war's getan; Das Nest war bald gebaut. Der Dompfaff war der Herr Kaplan, Der hatt' die Beiden getraut. Und bald, im Nest, da regt' sich was, Das machte immer: "Piep!" Das Hähnchen flog von Ast zu Ast Und sang ein Trauerlied. Ganz traurig piepst' der Finkenhahn: "Tütelü tütü! Die Liebe ist ein leerer Wahn, tütelü tütü! Drum, Finkenhähne, merkt es Euch tütelü tütü |: Verkrümelt euch beizeiten gleich tütelü tütü! :| |
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