1. Volk - in leichtverwognem Mute jagt ihr's keck in euren Streit, daß es zahl' mit seinem Blute eure kurze Herrlichkeit. 2. Nimmer ist's die laute Masse, die ihr auf die Straße hetzt, bis sie, blind in Gunst und Hasse, auf den Götzenthron euch setzt. 3. Volk - das kommt aus Ewigkeiten, ist ein tiefes, dunkles Meer, vom Jahrhundertweg der Zeiten müdes, schlafumfangnes Heer. 4. Volk - das wohnt vor dunklen Wäldern, über sich das Sternenzelt, gräbt aus morgenfrühen Feldern seine grabenkarge Welt. |
5. Volk - das lebt in alten Märchen, wie sie einst die Mutter sang, glänzt von blonden Kinderhärchen sorglos auf dem Blütenhang; 6. trägt wie unter tiefen Narben seines Schöpfers Ebenbild, das in stillverblichnen Farben erst ums Totenantlitz spielt. 7. Volk - das ist ein stummer Riese, der an Weltenfesten baut und aus dämmerndem Verliese selten nur die Sonne schaut. 8. Aber wenn es aufgestanden, seinen Herrgott in der Faust, ist's der Föhn, der frei von Banden, von den Bergen niederbraust, |
9. ist's der Herr am Jüngsten Tage, der sein donnernd ?Schuldig" spricht und vor überladner Waage blutig hält sein Weltgericht. |
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