Mein Bruder Baum: Du faltest fromme Hände andächtig über raunendes Gelände und senkst die Stirn demütig in den Raum. Der Winter flog mit rauhem Schrei an deinem tiefen Traum vorbei, den er mit weißen Flügeln streifte. Oh, herrliches Gefühl der Kraft, das wintersüber in uns reifte und neue, selige Qualen schafft! Mein Bruder Baum: wir wollen blühn! Brich auf, du harte Hülle Zeit! Aus allen Knospen flutet grün der Strom lebendiger Ewigkeit. Wir standen lange schattenlos und frierend in uns selbst verkrochen. Nun zeige, Leben, nackt und bloß, daß Liebe in uns aufgebrochen. Und soll ein reiner Schatten fallen, muß Sonne uns zu Häupten stehn. Herauf, du junger Tag, bestürmt von allen, die dir geschwellt entgegengehn. Mein Bruder Baum, du stummer Beter: Wir tauchen Stirn und Hand in reinen Äther und werfen unser Jauchzen in den Wind. Wir sind! Wir sind! |
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