's ist mir heut noch in Erinn'rung Als ob's gestern g'wesen wär, 's war a schöner Sonntagsmorgen, Da ruft Muatterl: G'schwind, kumm her, Laß dir's G'sicht und d'Handi wasch'n, Laß die Wikkerln dir frisiern, Heut will ich zum erstenmal Dich auf 'n Kahlenberg h'nauf führ'n Oben hat's mir zeigt die Pracht, Hat mi g'streeichelt und hat g'lacht, Hat g'sagt: Schau, der Stefansdom Und der blaue Donaustrom Und das Häusermeer da drin is' dein Heimatstadt, dein Wien, Bleib stets treu dem schönen Ort! I hab' g'halten a mein Wort.
|: Mei' Muatterl war a Wienerin, |
Und mein Muatterl war schon älter, Da bin ich hinaus in d'Welt, Hab' die schönsten Frau'n bewundert, Selbst der Schönsten has was g'fehlt. Sah die prikelnde Französin, Die Creolin, feurig, wild, Sah die tugendhafte Türkin, Kurz, manch' reizend Frauenbild. Doch bezaubernd kann allein Nur die echte Wien'rin sein, Die mit ihrem Kinderg'müat Selbst die starrsten Herzen rührt, Die das beste Herz der Welt In der Brust verschlossen hält, Das mit jedem weint und lacht, Ehrlich fühlt und glücklich macht.
|: Mei' Muatterl war a Wienerin, |
Heute is' mein Muatterl nimmer, Doch als Erbteil is' mir blieb'n D'Lieb zu Wien und seinen Wienern, Die hat's mir ins Herz h'nein g'schrieb'n. Hab' geerbt die süßen Lieder Und den goldenen Humor, Mit dem Schatz, da bin ich glücklich, Geb den Reichsten etwas vor. Wer die Wiener Weisen singt, Wer zum Walzer leicht sich schwingt, Wer beim guaten Glaserl Wein Kann vergnügt und fröhlich sein, Wem das sanfte Wienerliad Geht zum Herzen und Gemüat, Dem hat schon das schönste Leb'n Auf der Welt der Herrgott geb'n.
|: Mei' Muatterl war a Wienerin, |
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