Letzter Gutenachtschlag; erhitztes Kinderlachen verklingt. Auf nackten Füßen huscht es durch sinkende Dämmerung heimwärts. Über dunkelnden Wiesen blinkt der erste Stern. Fern vom Dorf spielt die Ziehharmonika und singt sein Herz in Abendruh. Feierabendläuten bimmelt ängstlich und eilig, vertröpfelt und schweigt. Ruhlos geigt Grillengezirp im Gras, das Naß schon vom Tau. Um die Muttergottes, verwittert und altersgrau, duften die Linden, verhaltenen Atems, als stünden sie nachtverzaubert, von eigener Süße berauscht. Beklommen lauscht in das schwüle Dunkel die heilige Frau. Fern wetterleuchtets; eine Fledermaus schwirrt vom Gebälk; vorm Haus, auf der nachten, fiebernden Erde liegen hemdärmelig die Männer, rauchen, schwatzen träge. Sterne wandern entrückte Wege, manchmal fällt einer, kein Wunsch holt ihn ein. Auf dem Stein sitzt die Mutter, das schlafende Jüngste im Schoß; die andern, in ihre Röcke geschmiegt, sehn groß mit schlaftrunknem Aug' in die Nacht; sind müd vom Herumtollen und wollen doch nicht schlafengehn. Manchmal kommt sacht vom reifenden Korn ein Hauch, erdschwer und brotwarm: Zeit zum Schnitt! Arm in Arm, zu zweien, zu dritt, ziehen die Mädchen die dunkelnde Straße entlang, binden den Schmellerkranz, singen . . . Doch es will nicht gelingen, er bleibt nicht ganz. |
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