Es zieht der Frühling durch die Lande

Melodie - und Text: Leopold Kress, Stettin

1. Es zieht der Frühling durch die Lande
Und schmückt die Flur mit neuem Grün,
Mich hälts nicht länger hier am Strande,
O Vater, Mutter, laßt mich ziehn!
Will wandern durch die Welt,
Wo wechseln Tal und Höhen,
Will andre Länder schaun,
Und andre Menschen sehen;
Ade, ade, ade, ade.

2.Ade, lebt wohl ihr Eltern beide
Und alle, die ihr mir gehört,
Es ward bisher so manche Freude
Von euch, ihr Lieben, mir beschert,
Doch jetzt will ich hinaus,
Will fremdes Glück genießen,
O möge draußen doch mir Freud'
Und Wonne sprießen.
Ade, ade, ade, ade.
  3. Lebt wohl ihr Wiesen und ihr Felder,
Ihr duft'gen Gärten, jetzt ade!
Lebt wohl ihr dunkelgrünen Wälder,
Du schöner Strand der blauen See!
Dort, wo zum Himmel stolz
Der Berge Spitzen ragen,
Dorthin soll mich mein Fuß
Auf meiner Wandrung tragen;
Ade, ade, ade, ade.

4. Und hab' ich mir die Welt besehen
Und lernte kennen Volk und Land,
Dann sei mein Schritt aus fernen Höhen
Euch, teuren Lieben, zugewandt.
Bis dahin lebt wohl, es mög'
Euch gut stets gehen
Und ist es Gottes Wille,
Werd' ich euch widersehen:
Ade, ade, ade, ade.

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