Es winkt uns traulich aus der Ferne

Melodie -

1. Es winkt uns traulich aus der Ferne,
das liebe, teure Vaterhaus;
wir war'n Soldaten, waren's gerne,
doch jetz ist unsre Dienstzeit aus
drum, Brüder, stoßt die Gläser an,
es lebe der Reservemann,
der treu gedient hat seine Zeit!
Ihm sei ein volles Glas geweiht!

2. Den ersten Posten, den wir stehen,
stehn wir vor unsres Liebchens Tür,
da haben wir auf nichts zu sehen,
und keine Ronde stört uns hier.
Und ruft einmal die Mutter drein:
"Wo mag denn unser Mädchen sein?"
Die gute Mutter! wenn sie's wüßt,
sie herzt und küßt den Reservist.

3. Die Instruktion, die wir erhalten,
soll nur von unserm Liebchen sein,
wenn's heißt: Heut Abend sind die Alten
nicht hier, drum, Liebster, stell dich ein!
Wer solche Instruktion vergißt,
der ist gewiß kein Reservist.
Recht pünktlich auf dem Posten sein,
übt man ja als Rekrut schon ein.
  4. Und die Patrouillen woll'n wir machen
ins Wirtshaus' hin, zu Bier und Wein,
und spricht man da von Kriegessachen,
spricht laut der Reservist darein:
Ich diente treulich, wie ihr wißt,
und bin jetzt braver Reservist,
und mache jährlich,
wenn ich kann, die Übung mit als Landwehrmann.

5. Der Reservist ist immer lustig,
zumal, wenn er im Biwak liegt,
der Reservist ist immer durstig,
sobald er nur die Flasche sieht.
Drum, Brüder, stoßt die Glser an,
es lebe der Reserveman,
der treu gedient hat seine Zeit!
Ihm sei ein volles Glas geweiht!

6. Den Säbel links, die Flasche rechts,
steht auf dem rechten Fleck das Herz,
die Mütze keck auf einem Ohr,
so zieht der Reservist durchs Tor.
Drum, Brüder, stoßt die Glser an,
es lebe der Reserveman,
der treu gedient hat seine Zeit!
Ihm sei ein volles Glas geweiht!


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