1. Es waren drei Gesellen, die täten, was sie wöllen, die hielten mit einander ein' heimelichen Rat, und welcher auf den Abend den schönsten Buhlen hat. 2. Da war auch einer drunter, und nichts verschweigen kunnt er, der macht sich groß und laut; daß ihm für diese Nacht das allerschönste Mädchen ein Stündlein zugesagt. 3. Das Mädchen hinter der Wande hört ihre eigene Schande: "Verleih mir großer Gott den Witz und auch Verstand, daß dießer falsche Knabe nicht kommt an meine Hand!" 4. Des Nachts wohl um die Mitten der Knabe kam geritten, er klopfte dreimal an mit seinem Siegelring: "Sprich, schläfst oder wachest du, mein allerschönstes Kind?" |
5. "Mag schlafen oder wachen, dir tu ich nicht aufmachen, geh du nur immer hin, wo du gewesen hast, und binde deinen Gaul an einen durren Ast!" 6. "Wo soll ich denn hinreiten von deiner grünen Seiten? Es schlafen alle Leute und alle Bürgerskind', und draußen auf der Heide, da weht ein kühler Wind!" 7. "Das tut mich gar nicht rühren, tu nur dein Bößlein führen! Da draußen auf der Heide, da liegt ein breiter Stein, leg deinen Kopf darauf, so hast ein Schätzelein." 8. Wer ists, der uns ein Liedlein sang? Ein freier Reiter ist ers genannt, er hat uns dies gesungen, er singt uns noch viel mehr. Gott mag all'n feinen Jungfraun behüten ihre Ehr. |
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