1. Es ritt ein Herr mit seinem Roß wohl über einen wüsten Kirchhof, er ritt wohl über dasselbe Grab, wo wein Vorwirt begraben lag. 2. "Wer reit mein Roß, wer besitzt mein Schloß, wer zieht mir meine Kinder groß?" "Ich reit dein Roß, ich besitz' dein Schloß, ich Zieh' dir deine Kinder groß." 3. "Du schlägst sie scharf mit Ruten, daß sie oft möchten bluten; und wenn du wirst kommen nach Haus, so sage es bald deiner Frau. 4. Am Freitag soll sie niemals singen, am Samstag soll sie nie spät spinnen, am Sonntag soll sie früh aufstehn und fleißig in die Kirche gehn. 5. Sie soll mir auch herbringen ein weißes, trockenes Hemde. Das erste, das ist gar zu naß. Was weinet sie? Was tut sie das?" 6. Und wie der Herr nach Hause kam, die Frau ihm schon entgegen kam: "Ach Herr, du liebster Herre mein, warum kömmst du heut' so traurig heim?" |
7. "Warum soll ich nicht traurig sein? Die Toten aus den Gräbern schrein: Am Freitag sollst du niemals singen, am Samstag sollst du nicht spät spinnen. 8. Am Sonntag sollst du früh aufstehn und fleißig in die Kirche gehn; deinem Vorwirt sollst du bringen ein weißes trockenes Hemde. 9. Das erste, das ist gar zu naß; was weinest du? Was tust du das?" Und wie es war am Sonntag fruh, so eilte sie der Kirche zu. 10. Und wie sie auf den Kirchhof kam, mit ihrem Finger klopft sie an: "Tu dich auf, du Erdenkloß, nimm mich zu dir in deinen Schoß. 11. Was wirst du denn da unten tun? Da geben nicht die Würmer Ruh." "Da unten ist die himmlische Ruh, die Gräber decken alle zu. 12. Da unten hörst nicht Glockenklang, da unten hörst nicht Vogelsang, da schreit ja stets die himmlische Taub: ihr Gräber, decket alles zu!" |
13. Da unten schreit das Höllenhuhn: ihr Gräber, schließt euch alle zu, ihr Gräber schließt euch feste. Die erste Ehe ist die beste. |
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