Komme, was will

Melodie -

Heinrich Zillich

Es fallen die Äpfel, sie runden und reifen.
Auf leichteren Zweigen raschelt der Schaum
der feurig entschwirrenden Blätter. Wir greifen
so manches im Fluge wie Flocken im Traum.

Und selige Augen pflücken die Traube
des Blaus von dem ewigen Himmelsbaum.
Doch blicken sie nieder: Blätter und Traum
zerfiel in der Hand zum farbigen Staube.

Die Schleier der Kühle beginnen zu steigen
vom Flusse, der funkelnd kommt und verrinnt.
Die Schäfte des Schilfrohres im fahlen Sichneigen
stehn hoch vor den Wolken, die langsam sich zeigen,
die langsam verdunkeln und langsam zergehn.
Schon zittern die Sterne. Schon friert unser Schweigen.

Ach, aus dem Dunkel die Fauldüfte wehn.
Sanft grüßt die Lampe zu Hause am Spinde.
Die Bücher erglänzen. Die Kinder sind still.
Sie liegen im Bette wie Korn im Gebinde
und atmen leise. Komme, was will!
 

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