1. Ein Kind von sieben Jahr, Das eine Waise war, Das Kind, es war so klug, Nach seiner Mutter frug. Ach lieber Vater mein, Wo ist mein Mütterlein? - Dein Mütterlein schläft fest, Sich nimmer wecken läßt. Da lief das arme Kind Zum Friedhof hin geschwind Und grub mit seinem Fingerlein Ein Loch ins Grab hinein. Ach liebe Mutter mein, Ach könnt ich bei dir sein, Die andre schlägt mich so sehr, Vergönnt mir das Leben nicht mehr. Und gibt sie mir das Brot, So wünscht sie mir den Tod; Doch du, lieb Mütterlein, ja du Gabst Butter und Honig dazu. Und kämmt sie mir das Haar, So blutets immerdar; Doch du, lieb Mütterlein, ja du Gabst bunte Schleifen dazu. Und wäscht sie mir das Hemd, So nimmt das Fluchen kein End; Doch du, lieb Mütterlein, ja du Sangst schöne Lieder dazu. Und bringt sie mich zur Ruh, Schlägt sie die Türe zu; Doch du, liebs Mütterlein, ja du Gabst mir den Segen dazu. Geh heim, mein Kind, geh heim, Eine andre Mutter sei dein, Doch du, mein Kind, ja du - Und du bleibst ewig mein. |
1. Ein Kind von viereinhalb Jahr, Das auch schon ein Waisenkind war; Ein Kind von viereinhalb Jahr, ja Jahr, Das auch schon ein Waisenkind war Ach liebster Vater mein, Wo ist denn mein Mütterlein; Ach liebster Vater mein, ja mein Wo ist den mein Mütterlein Dein Mütterlein ist tot, Es liegt im Grabe und ruht; Dein Mütterlein ist tot, ja tot Es liegt im Grabe und ruht Da lief das Kind geschwind Zum Grabe der Mutter hin; Da lief das Kind geschwind, ja schwind Zum Grabe der Mutter hin Da grub es sich ein Loch, Ach liebste Mutter so sprich doch; Da grub es sich ein Loch, ja Loch Ach liebste Mutter so sprich doch Das Sprechen fällt mir schwer, Die Erde, sie drückt mich so sehr; Das Sprechen fällt mir schwer, ja schwer, Die Erde, sie drückt mich so sehr Lauf heim mein Kind, lauf heim, Eine andere Mutter ist dein; Lauf heim mein Kind lauf heim, ja heim, Eine andere Mutter ist dein Da lief das Kind geschwind Zum hause der Stiefmutter hin; Da lief das Kind geschwind, ja schwind Zum hause der Stiefmutter hin Die kämmt mir nun das Haar, Da blutet die Kopfhaut sogar; Die kämmt mir nun das Haar, ja Haar, Da blutet die Kopfhaut sogar; Aber du mein Mütterlein, du Gabst immer noch Schleifen dazu. Aber du mein Mütterlein, du ja du Gabst immer noch Schleifen dazu. Und wäscht sie mir die Händ, So rubbelt sie bis es brennt; Und wäscht sie mir die Händ, ja Händ So rubbelt sie bis es brennt; Aber du mein Mütterlein, du Gabst immer noch Seife dazu. Aber du mein Mütterlein, du ja du Gabst immer noch Seife dazu Und schmiert sie mir das Brot, So wünscht sie mir den Tod; Und schmiert sie mir das Brot, So wünscht sie mir den Tod; Aber du mein Mütterlein, du Gabst immer noch Honig dazu. Und bringt sie mich zur Ruh, dann schlägt sie die Zimmertür zu; Und bringt sie mich zur Ruh, ja Ruh so schlägt sie die Zimmertür zu; Aber du mein Mütterlein, du Gabst immer noch Küsse dazu. Aber du mein Mütterlein, du ja du Gabst immer noch Küsse dazu Am nächsten Morgenrot Da war das Kind auch schon tot; Am nächsten Morgenrot, ja Rot Da war das Kind auch schon tot; Am Abend weht der Wind Übers Grab von Mutter und Kind Am Abend weht der Wind, ja Wind Übers Grab von Mutter und Kind |
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