Der hat vergeben das ewig Leben

Melodie -

Valentin Rathgeber, 1753

1. Der hat vergeben
das ewig Leben,
der nicht die Musik liebt
und sich beständig übt
in diesem Spiel.
Wer schon auf Erden
will selig werden,
der kann erreichen hier
durch Musik ohne Müh
sein hohes Ziel.
Es gibt der höchste Gott
den Engeln das Gebot:
Es singen Cherubin,
es singen Seraphin
der Engel viel.
Der hat vergeben
das ewig Leben,
der nicht die Musik liebt
und sich beständig übt
in diesem Spiel.
  2. 's Kind in der Wiegen
läßt sich vergnügen,
wenn ihm die Musik flink,
eia popeia singt,
es weint nicht mehr.
Der Kranke fühlet,
wenn man aufspielet,
Trost dringet in sein Herz,
und wenn auch gleich der Schmerz
noch größer wär,
denkt er nicht an die Pein,
bild't sich den Himmel ein!
Er fährt mit Freuden aus,
weil ihn des Todes Graus
nicht schreckt so sehr.
's Kind in der Wiegen
läßt sich vergnügen,
wenn ihm die Musik flink,
eia popeia singt,
es weint nicht mehr.
  3. Weil dann von allem,
was kann gefallen,
Musik erhält den Preis,
die uns zu schaffen weiß
Lust ohne Leid,
will ich beständig,
so lang lebendig,
stets lieben die Musik,
mich üben in Musik,
die mich erfreut.
Fort dann Melancholei,
es bleibt zum Schluß dabei:
fort mit dem Grillenfang!
Lieblicher Töne Klang
jagt weg das Leid,
weil dann von allem,
was kann gefallen,
Musik erhält den Preis,
die uns zu schaffen weiß
Lust ohne Leid.

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