Der harte Same fiel auf dürre Heide, aus armem Boden sog er karge Kost und ward ein Baum im dünnen Nadelkleide, und seine derbe Haut ward braun wie Rost. Der Regen peitschte ihn mit dünnen Ruten und Hagel schoß wie Schrot ihm ins Gesicht; er dörrte in der Sonne Sommergluten und fröstelte im Wintermondeslicht. Es stürzte sich auf ihn die wilde Herde der Stürme und zerzauste sein Geäst, -- er stieß die Wurzeln tiefer in die Erde und krallte sich mit tausend Fingern fest. Aus Not wuchs Kraft, aus Leiden blühte Segen, -- er trug gelassen Einsamkeit und Qual, hielt stand des Schicksals schweren Hammerschlägen und wurde biegsam, fest und hart wie Stahl. Nun steht er reif und weise und vollendet, umkreist von Licht und Schatten, Sturm und Stern und in den Strom gefügt, der niemals endet im Wellengang von Blüte, Frucht und Kern. |
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