1. |: Es waren drei Gesellen, die taten was sie wollten. :|
Der erste war besoffen, der zweite der war voll,
|: der dritte sprach: Ihr Brüder und mir ist auch nicht wohl. :|
2. Gesellen, warum soll es bleiben verschwiegen
wir wollen des Meisters Arbeit lassen liegen.
Wir wollen ein wenig spazieren gehn
|: Zum kühlen frischen Wein, wo die schönen Mädchen stehn. :|
3. Und als sie ins Wirtshaus sind gekommen
Frau Wirtin die hat sie gar freundlich empfangen .
Willkommen, willkommen ihr Söhne mein.
|: Was wollt ihr für ein Essen, was wollt ihr für ein Wein? :|
4. Zu essen woll'n wir haben vom schönsten Schweinebraten,
und was wir wollen trinken, das ist nicht schwer zu raten.
Der ungarische Wein ist ein sehr guter Wein
|: den wollen wir jetzt trinken und dabei lustig sein. :|
5. Haben wir kein Ungarischen trinken wir ein Fränkerischen
Haben wir kein Fränkerischen trinken wir ein Ungarischen
Der ungarische Wein ist ein sehr guter Wein
|: den wollen wir jetzt trinken und dabei lustig sein. :|
6. Und als sie gegessen und getrunken hatten
da schickte der Meister den naseweisen Knaben .
Gesellen, Gesellen nach Hause sollt ihr gehn
|: Den Abschied sollt ihr nehmen, in Gottes Namen gehn. :|
7. Die Gesellen die kamen gesungen und gesprungen.
Der Meister war sauer, die Meisterin tät brummen.
Ihr scheint mit die wahren Gesellen zu sein
|: beim Fressen und bein Saufen, bei der Arbeit hab ich kein. :|
8. Sie nehmen ihr Bündel wohl auf den Rücken ,
und zogen wohl über die fränkerischen Rücken.
Da kam des Meisters Töchterlein.
|: Gesellen ihr sollt bleiben, ohne ich kann ich nicht sein. :|
9. Der erste der faßte sie am Zipfel Zapfel Zöpfelchen
der zweite der faßte sie ans Rickel Rackel Röckelchen
Der dritte , der dritte , der legt sich oben drauf
|: da kam der Meister gsprungen und deckt sein Schurzfell drauf :|
10. Ei Meister, ei Meister, was wollt ihr denn haben
in dreiviertel Jahren einen wunderschönen Knaben
Derselbe soll werden ein Zimmrergesell
|: Damit er gleich kann fahren zum Teufel in die Höll :|
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