Es war ein Markgraf

2 Melodien - Volksweise

Aus Schwaben, Altes Volkslied, noch im 18. Jahrhundert in ganz Deutschland gesungen. Im Wunderhorn 1806

1. Es war ein Markgraf wohl überm Rhein,
Der hat drei schöne Töchterlein:
Zwei Töchter früh heiraten weg,
Die dritt hatt' ihn ins Grab gelegt.

2. Dann ging sie singen vor Schwesters Tür:
"Ach braucht ihr keine Dienstmagd hier?"
"Ei Mädchen du bist viel zu fein,
Du gehst gern mit den Herrelein,"

3. "Ach nein, ach nein, das tu ich nicht,
Daß ich so mit den Herren geh."
Sie dingt das Mägdlein ein halbes Jahr,
Das Mägdlein dient ihr sieben Jahr.

4. Und als die sieben Jahr um warn,
Da ward das Mägdlein krank und schwach.
"Ach Mägdlein, ween du krank wills sein,
So sag mir, wer sind die Eltern dein?"

5. "Mein Vater war Markgraf über'm Rhein,
Ich bin sein Jüngstes Töchterlein."
"Ach nein, ach nein, das glaub ich nicht,
Daß du meine jüngste Schwester bist!"

6. Und so du es nicht glauben willst,
So geh nun an meine Kiste hin,
Darinnen liegt ein feines Band,
Dir ist es von der Mutter bekannt."

7. "Und in der Ecke liegt ein Ring,
Da steht meins Vaters Name drin."
Und als sie es gesehen hat,
Da rannen ihr die Tränlein ab.

8. "Ach bring mir Weck, ach bring mir Wein,
Es ist mein jüngstes Schwesterlein."
"Ich will kein Weck, Ich will kein Wein,
Will nur ein kleines Lädelein."
1. Es war ein Markgraf überm Rhein,
der hatt drei schöne Töchterlein,
zwei Töchter früh heiraten weg,
die dritt'hat ihn ins Grab ge legt.
Dann ging sie singn vor Schwestern Tür:
"Ach braucht ihr keine Dienstmagd hier?"

2. "Ei Mädchen, du bist viel zu foin,
du gehst gern mit den Herrelein."
"Ach nein, ach nein, das tu ich nicht,
meine Ehre mir viel lieber ist."
Sie dingt das Mägdlein ein halbes Jahr,
das Mägdlein dient ihr sieben Jahr.

3. Und als die sieben Jahr um war'n,
das Mägdlein fing zu kränkeln an.
"Ach Mägdlein, wenn du krank willst sein,
so sag, wer sind die Eltern dein?"
"Mein Vater war Markgraf überm Rhein,
ich bin sein jüngstes Töchterlein."

4. "Ach nein, ach nein, das glaub ich nicht,
daß du mein jüngste Schwester bist."
"Und so du es nicht glauben willst,
so geh an meine Kiste hin,
darinnen liegt ein feines Band,
dir ist es von der Mutter bekannt.

5. Und in der Ecke liegt ein Ring,
da steht meines Vaters Name drin."
und als sie es gesehen hat,
da rannen ihr die Tränlein ab.
"Ach, hättest du mirs längst gesagt,
daß du mein liebe Schwester warst.

6. Ach, bringt mir Weck, ach bringt mir Wein,
es ist mein jüngstes Schwesterlein!"
"Ich will kein Wein, kein Wecken mehr,
sechs Brettlein nur sind mein Begehr."

| Deutsche Volkslieder | Ahnenforschung | Ferienaufenthalt | Folksongs | Hymns | Genealogy | Pacific Holiday | HOME PAGE | Suche | Email |